Ökologisches Trassenmanagement & Bodenschutz

Schutz der Tier- und Pflanzenarten an der Leitung

Ökologisches Trassenmanagement

Mit dem ökologischen Trassenmanagement (ÖTM) schützt TenneT die heimischen Tier- und Pflanzenarten an der Trasse. Demnach bemüht sich das Unternehmen in ersten Pilotprojekten um eine nachhaltige, naturnahe Pflege von bestimmten Bereichen wie Wäldern oder Heidelandschaften innerhalb der Schutzstreifen. So finden Pflanzen und Tiere langfristig einen geeigneten Lebensraum. 

Neben der Pflege des natürlichen Raums entlang der Stromleitung wird auch die Sicherheit der Leitung selbst durch ein aktives Ökologisches Trassenmanagement gewährleistet. Beispielsweise wird so verhindert, dass Bäume auf die Leitung stürzen oder Äste in die Seile hineinragen. Damit wird die Versorgungssicherheit gestärkt und Mensch und Natur profitieren gleichermaßen.

In Abschnitt 6 Projektes Stade – Landesbergen erarbeitete TenneT standortangepasste Konzepte für die Waldflächen der Niedersächsischen Landesforste. Diese Konzepte fördern die Lebensräume von Tieren und Pflanzen im Schutzstreifen durch geeignete ÖTM-Maßnahmen. Sie gelten nicht nur für Wälder, sondern auch für Offenland wie Grünland, Moore und Heiden.

Bodenschutz und Landwirtschaft

Zu Beginn eines jeden Projektes entwickelt TenneT gemeinsam mit Bodenschutzexperten das Bodenschutzkonzept und setzt dieses mit der Bodenkundlichen Baubegleitung (BBB) um. Das Konzept wird anschließend mit den Eigentümern, Pächtern sowie den zuständigen Fachbehörden abgestimmt.

Bei der vorsorgenden Planung werden zunächst die Auswirkungen auf möglicherweise vorhandene Drainagesysteme berücksichtigt. Falls vorhanden, müssen sie über temporäre Maßnahmen entwässert werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden sie fachgerecht wiederhergestellt.

Während der Bauarbeiten werden die verschiedenen Bodenschichten sorgfältig voneinander getrennt, gelagert und zum Ende wieder zurückgefüllt. Um die aufgetürmten Bodenschichten während der Lagerung vor Erosion zu schützen, werden sie abgedeckt oder vorübergehend bepflanzt.  

Die Baubegleitung stellt sicher, dass bodenschonend gebaut wird und die Böden nach den Bauarbeiten fachgerecht wiederhergestellt werden. Nach der Verlegung von Erdkabeln muss die Art der Bewirtschaftung auf den Böden angepasst werden. Für den Fall, dass Erdkabel auf landwirtschaftlichen Flächen verlegt werden, müssen diese in einer Tiefe von rund 1,60 m gut isoliert in stabilem Bettungsmaterial installiert werden, um eine Erwärmung des Bodens und damit die in dem Boden wachsenden Lebensmittel und Rohstoffe zu schützen.

Zuletzt erfolgt die Rückfüllung der einzelnen Bodenschichten.

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Leitlinien zum Bodenschutz  ||   PDF   ||   10 MB

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