Vor Ort-Beteiligung 2.0: 
Einsatz des neuen 
Projektatlasses auf der Elbe-Lippe-Leitung Süd


Das Team der Elbe-Lippe-Leitung Süd war im Mai und Juni für Eigentümergespräche in Nordrhein-Westfalen unterwegs. Das Projekt und die Notwendigkeit, ein Provisorium zu bauen, wurde den betroffenen Flächeneigentümerinnen und -eigentümern erstmalig vorgestellt. Erfolgreich: Über 200 Betroffene waren persönlich anwesend, um sich zu informieren.

Ziel war es, in Einzelgesprächen möglichst viele Hinweise zu betroffenen Flurstücken einzusammeln, um diese nach Möglichkeit in der Planung zu berücksichtigen. Eigentümerinnen und Eigentümer meldeten sich vorab zu einem 90-minütigen Gespräch an einem Tag ihrer Wahl an. Diese zeitliche Aufteilung erwies sich vor Ort als sehr wertvoll: Zu große Menschengruppen konnten so vermieden werden, die Wartezeiten für Gespräche waren gering.

Jeder Gruppe wurde zu Beginn in einem kurzen Vortrag der grundsätzliche Projektauftrag vorgestellt. Allgemeine Fragen konnten hier in größerer Runde geklärt werden – Fragen zum technischen und zeitlichen Ablauf, EMF und Entschädigungen wurden am häufigsten gestellt.

Beteiligung digital und interaktiv

Das Kernstück bildete der neue Projektatlas der Elbe-Lippe-Leitung Süd. Auf insgesamt fünf Touchscreens konnte der Atlas interaktiv und intuitiv bedient werden. 

Durch die Ergänzung der Flurstücksdaten und des aktuellen Planungsstandes (Einzeichnung des Provisoriumskorridors, Arbeitsflächen, Zuwegungen und mehr) konnten einzelne Betroffenheiten genau dargestellt und in Gesprächen verständlicher erklärt werden – eine individuelle Betreuung vor Ort.

Der Atlas wurde mit zusätzlichen Datenfeldern versehen, um Hinweise und Kontaktdaten direkt einzugeben. Dies ersetzte eine Protokollierung der Gespräche von Hand. Betroffene erhielten zusätzlich eine Kopie ihrer eingereichten Hinweise per E-Mail.

Eigentümergespräche der Elbe-Lippe-Leitung Süd

Fazit

Insgesamt ist der Projektatlas ein hilfreiches Online-Tool, das für die Außenkommunikation und die Vor-Ort-Beteiligung sehr gut eingesetzt werden kann. Hinweise können im Nachgang georeferenziert exportiert werden und stehen somit direkt digital zur Verfügung.


Der Atlas förderte das Verständnis für das Vorhaben deutlich und wurde von allen Besucherinnen und Besuchern positiv aufgenommen. Fragen wie „Verläuft die Leitung über mein Wohnhaus?“, „Wird ein Provisorium auf meinem Acker stehen?“, oder „Welche Straßen werden als Zuwegung genutzt?“ konnten so schnell und transparent beantwortet werden.

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