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A510: Elbe-Lippe-Leitung Süd


Auf der Suche nach dem Fischotter

Fischotterkartierung! Wer denkt dabei direkt an süße Otte(n)r, die auf dem Rücken treiben und ihre Händchen auf dem Bauch abgelegt haben? Ein Bürgerreferent mindestens. Entsprechend groß war die Vorfreude auf einen Pressetermin mit Vertretern der Zeitungen aus dem Kreis Herford. Umso größer aber auch die Ernüchterung vor dem Termin… 

Aber von vorne: Entlang der Elbe-Lippe-Leitung Süd waren in den letzten Monaten Umweltplaner unterwegs, um die dortigen Fischotter zu kartieren. Die erhöhte Strommenge, die nach der Umbeseilung durch die Leitungen fließen wird, bereitet den Tieren natürlich keine Probleme, doch könnten Baufahrzeuge Störungen in den jeweiligen Lebensräumen verursachen. Deshalb ist die Arbeit der beiden Umweltplanerinnen wichtig. Bei der Kartierung erfassten also Umweltplanerinnen Lebensräume und Tierarten, die unter Schutz stehen. 

Das Besondere an der Kartierung von Fischottern – Ernüchterung in 3,2,1… Der wichtigste Indikator für Fischotter: Fischig riechender Kot - der gesucht und geprüft wird. Richtig, per Geruchsprobe. Das unterscheidet nämlich Fischotter von anderen Tieren wie beispielsweise dem Biber.

Zurückblieb also an einem tristen grauen Aprilmorgen ein enttäuschter Bürgerreferent, aber zufriedene Pressevertreter. Insgesamt war das Medienecho zum Termin ebenfalls gut! Auch die biologische Station Ravensberg im Kreis Herford hat für ein Fischotterprojekt die erhobenen Daten angefragt. Aufmerksam auf die Kartierungen sind sie durch die Presseberichte geworden.

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